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4. Meisterkonzert Steven Isserlis (Violoncello) / Connie Shih (Klavier)

Di | 06.02.2024 | 19.30 Uhr | Konzerthaus

Steven Isserlis, Violoncello
Connie Shih, Klavier

* Konzerteinführung um 18.30 Uhr im Gartensaal


PROGRAMM:

Ferruccio Busoni (1866 – 1924)
Kultaselle – 10 Variationen für Violoncello und Klavier über ein finnisches Volkslied 

Franz Schubert (1797– 1828)
Arpeggione-Sonate a-Moll D 821

Gabriel Fauré (1845 – 1924)
Sonate Nr. 1 für Violoncello und Klavier d-Moll op. 109

Sergei Rachmaninow (1873 – 1943)
Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 19


Der britische Cellist Steven Isserlis, Commander of the British Empire, wird weltweit für seine stupende Technik und seine außerordentliche Musikalität und Kreativität gefeiert. Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic und dem Tonhalle Orchester Zürich sowie dem Münchener Kammerorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Mahler Chamber Orchestra. Als ständiger Gast der Wigmore Hall, des „92nd St Y“ in New York oder der Salzburger Festspiele gibt er Recitals und Kammermusikkonzerte mit Partnern wie Joshua Bell, Isabelle Faust, András Schiff, Stephen Hough, Olli Mustonen, Connie Shih und Richard Egarr. Seine Programme stellt er gern zu besonderen Themen zusammen, darunter zu Erkundungen tschechischer Musik, zur Affinität des Cellos zur menschlichen Stimme, zur Musik im Ersten Weltkrieg in „The Cello in Wartime“ und zuletzt zur wechselseitigen Inspiration von Komponistinnen und Komponisten in „Composers and their Muses“. Jüngste und kommende Highlights im deutschsprachigen Raum umfassen Konzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, der Deutschen Kammerphilharmonie, der Kammerakademie Potsdam und dem Münchener Kammerorchester. Mit Recitals und Kammermusikprogrammen ist er zu Gast beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Dresdener Musikfestspielen, der Schubertiade Schwarzenberg und beim Kissinger Sommer. Steven Isserlis‘ großes Interesse gilt der historischen Aufführungspraxis. Er konzertiert mit den führenden Barockorchestern und leitet Kammerorchester oft selbst vom Cello aus. Als ebenso begeisterter Interpret zeitgenössischer Musik hat er mit Komponisten wie John Tavener, Wolfgang Rihm und György Kurtag zusammengearbeitet und zahlreiche Werke uraufgeführt. Darüber hinaus ist Isserlis Autor mehrerer Kinderbücher und regelmäßiger Gastautor des Gramophone Magazines und der BBC. Sein neuestes Buch „The Bach Cello Suites: A Companion“ bei Faber & Faber wurde mit dem Presto Music Award als “Book of the Year” ausgezeichnet. Als gefragter Pädagoge gibt er Meisterkurse bei der Kronberg Academy und als künstlerischer Leiter des internationalen Musikseminars in Prussia Cove in Cornwall. Isserlis’ mit zahlreichen Preisen gekrönte Diskographie umfasst u.a. die Solo-Cellosuiten von Bach, Aufnahmen der großen Cellokonzerte unter Paavo Järvi, Beethovens Cellosonaten mit Robert Levin, „Lieux retrouvés“ mit Thomas Adés und Haydns Cellokonzerte mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Isserlis erhielt u.a. den Schumann-Preis der Stadt Zwickau, den Piatigorsky-Preis, den Glashütte Original MusikFestspielPreis und die Wigmore Hall Gold Medal. 2013 wurde er in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen – als einer von nur zwei Cellisten, denen diese Ehre schon zu Lebzeiten zuteilwurde.

Die kanadische Pianistin Connie Shih ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihres Heimatlandes. Bereits im Alter von neun Jahren debütierte sie mit Mendelssohns 1. Klavierkonzert gemeinsam mit dem Seattle Symphony Orchestra. Mit 12 Jahren wurde sie jüngste Schülerin György Seböks und setzte danach ihr Studium am Curtis Institute in Philadelphia bei Claude Frank, einem Schüler Arthur Schnabels, und bei Fou Ts’ong in Europa fort. Als herausragende klassische Musikerin wurde sie 1993 mit dem Sylva Gelber Award ausgezeichnet. Neben internationalen Auftritten als Solistin mit Orchester führten sie zahlreiche Recitals nach Kanada, in die USA, nach Europa und Asien. Als hochgeschätzte Kammermusikpartnerin arbeitet Shih mit Künstlern wie Steven Isserlis, Maxim Vengerov, Isabelle Faust, Joshua Bell, Simon Keenlyside und Tabea Zimmermann zusammen und war unter anderem in der Wigmore Hall, der Carnegie Hall sowie bei den Festivals in Verbier, Luzern, Bath, Aldeburgh und Kronberg zu hören. Konzerte mit ihrem Duo-Partner Steven Isserlis begeistern regelmäßig weltweit Publikum und Kritiker. In der Saison 2022/23 führen sie Tourneen nach Asien, Nordamerika und Europa. Gemeinsam mit Steven Isserlis hat sie von der Kritik hochgelobte CDs aufgenommen: „A Golden Cello Decade“ (2022), „Music from Proust’s Salon“ (2021) und „The Cello in Wartime“ (2017) sowie mit dem Cellisten Manuel Fischer-Dieskau die Ersteinspielung der Sonaten für Klavier und Cello von Carl Reinecke und die Beethoven-Sonaten. Connie Shihs Konzerte werden häufig im Fernsehen und Radio von CBC (Kanada), BBC (Großbritannien), SWR, NDR und WDR sowie von verschiedenen Fernseh- und Radiosendern in Nordamerika, Europa und Asien übertragen. Connie Shih hat als Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen Mainz und Freiburg unterrichtet. Seit 2022 ist sie Professorin für Klavier und Kammermusik am Mozarteum Salzburg. Regelmäßig gibt sie Meisterkurse wie beim Casalmaggiore International Festival oder den Musiktagen am Rhein.