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Warum Musikvermittlung | Konzertpädagogik?

Mein Ziel ist es, Menschen jeden Alters zu animieren, die klassische Musik zu entdecken, sie bewusst zu hören und sich von ihr auf unterschiedlichste Weise emotional berühren zu lassen.

(Eine Absolventin des Detmolder Masterstudienganges Musikvermittlung)

Angesichts des kulturellen Wandels suchen nahezu alle Kulturanbieter seit Jahren nach Wegen, dem fast überall zu beobachtenden Publikumsschwund zu begegnen und ein neues Publikum zu gewinnen. Mit dem Erfolg von Royston Maldooms und Sir Simon Rattles Film "Rhythm is it" 2004 setzte bei großen Orchestern weltweit ein Boom musikvermittelnder Aktivitäten ein. In Deutschland haben alle bedeutenden Konzert- und Opernhäuser in den letzten Jahren Abteilungen für Musikvermittlung gegründet oder planen diese gerade. Symposien, Publikationen und Kooperationen zwischen Bildungs- und Kulturinstitutionen zeugen von einer sehr lebendigen und vielgestaltigen Musikvermittlungsszene.

Für Musiker, Musikpädagogen, Musikwissenschaftler und Kulturmanager eröffnet sich ein immer größer werdendes Berufsfeld am Schnittpunkt von künstlerischer Praxis, Pädagogik, Wissenschaft und Management. Der berufsbegleitende Studiengang Musikvermittlung/ Konzertpädagogik an der Hochschule für Musik Detmold wurde als erster Masterstudiengang dieser Art in Deutschland vor über 10 Jahren gegründet und bereitet gezielt auf dieses spannende und zukunftsträchtige Berufsfeld vor.

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 08.06.2010
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Institut für Musikvermittlung und Musikmanagement

Im Jahr 2009 wurde mit der Gründung des "Instituts für Musikvermittlung und Musikmanagement der Hochschule für Musik Detmold (IMD) mit Karrierezentrum und Zentrum für Musikergesundheit" das erste Hochschulinstitut für Musikvermittlung im deutschsprachigen Raum geschaffen. Damit baut die Hochschule ihre Stellung als führendes Ausbildungsinstitut in einem sich rasant entwickelnden Musikvermittlungs-Markt weiter aus. Interdisziplinär angelegt schlägt das Institut die Brücke zwischen Musik, Wissenschaft und Wirtschaft und unterstützt die Studierenden umfassend auf ihren Wegen im Berufsfeld Musik, in dem die Verbindung von künstlerisch-konzeptionellem und organisatorisch-wirtschaftlichem Denken immer wichtiger wird. Leiterin des IMD ist Frau Prof. Dr. Janina Schaefer. Das Zentrum für Musikergesundheit wird geleitet von Frau Prof. Dr. Maria Schuppert und für die Leitung des Karrierezentrums ist Frau Caroline Reiser verantwortlich.

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 18.06.2010
 

Qualifikation und Studieninhalte

Das fünfsemestrige Studium, das nebenberuflich absolviert werden kann, umfasst

  • im ersten Studienjahr im Bereich der Musikvermittlung/Konzertpädagogik die Konzeption von Kinder- und Jugendkonzerten (Entwicklungspsychologie, Konzertdramaturgie, Interaktionsformen, Szenische Interpretation, Singen, Body-Percussion) und
  • im zweiten Studienjahr im Bereich der Musikvermittlung/Konzertpädagogik die Konzeption von Konzerten für Erwachsene (neue Konzertformate, Brückenschläge zu Literatur, Bildender Kunst, Film, innovative Konzepte für Musikfestivals, Gestaltung von Vorträgen und Konzerteinführungen).

In beide Studienjahre sind Module aus dem Bereich Musikmanagement integriert (Kulturverfassungsrecht, politische Initiativen auf nationaler und europäischer Ebene, moderne Finanzierungsformen wie Sponsoring und Fundraising, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Selbstmanagement). Außerdem erhalten die Studierenden in beiden Studienjahren regelmäßigen individuellen Unterricht in den Bereichen Bühnenpräsenz, Freie Rede und Rhetorik und Interviewtraining. Das fünfte Semester dient dem Anfertigen der Masterarbeit.

Einen Einblick in das Veranstaltungsverzeichnis des Studienjahres 2009/10 erhalten Sie hier.

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 18.06.2010
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Arbeitsfelder der Studierenden

  • 1. Kindermusikfest des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals 2003
  • Konzertpädagogisches Programm des Staatsorchesters Kassel 2003 bis 2006
  • 1. Kindermusikfest im Festspielhaus Baden-Baden 2008
  • Konzertpädagogisches Programm des Landestheaters Detmold
  • Konzerteinführungen in Kammerkonzerte in den Städten Paderborn und Bielefeld
  • Kindermusikfeste im Weserrenaissanceschloss Wendlinghausen und auf Schloss Corvey 2010
  • Abonnement-Reihe "Concertino piccolino" für 4-bis 6-jährige Kinder im Sommertheater Detmold (Programm 2010/2011)
  • Concertino piccolino im Rahmen der Philharmonie Köln
  • Klassik-Lounge für jugendliches Publikum
  • Konzertpädagogisches Programm der Philharmonie Jena seit 2008
  • Konzertreihe "Junior-Sternzeichen" in der Tonhalle Düsseldorf 2009

Zahlreiche Absolventen unseres Studienganges sind binnen kürzester Zeit zu gefragten Experten auf dem Gebiet Musikvermittlung/Konzertpädagogik geworden. Sie betreuen zum Beispiel folgende Projekte:

  • Wiener Philharmoniker: Durchführung der "KlingKlang-Reihe" (Vorschulkinder) des Musikvereins Wien im Kleinen Saal des Musikvereins
  • Salzburger Festspiele: Musikcamp (Die Zauberflöte) - Konzertpädagogische Projekte der Wiener Philharmoniker
  • Basel: Leitung des Education-Programms der Region Basel - in Zusammenarbeit mit allen bedeutenden Ensembles der Stadt
  • Hannover: Planung und Durchführung der Konzertreihe des Norddeutschen Rundfunks "Zwergen-Abo"
  • München: Kinder-Musiksendungen des Bayerischen Rundfunks. Planung und Durchführung der Konzerte für Kinder in der Philharmonie am Münchener Gasteig
  • Münster: Planung und Durchführung der Reihe "Fidolino" für Vorschulkinder in der Friedenskapelle Münster
  • Düsseldorf: Planung und Durchführung des konzertpädagogischen Programms der "Tonhalle Düsseldorf" und der Düsseldorfer Symphoniker
  • Westdeutscher Rundfunk Köln und Mitteldeutscher Rundfunk Leipzig
  • Weimar: Jugendprojekte im Deutschen Nationaltheater, Staatskapelle Weimar
Author: Joachim Thalmann | Last updated: 14.06.2010
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Dozententeam

Geleitet wird der Studiengang von Prof. Dr. Janina Schaefer. Ihr zur Seite stehen die folgenden Lehrenden:

sowie zahlreiche Gastdozenten aus dem In- und Ausland, darunter:

  • Prof. Peter Ausländer, Vlotho (Instrumentenbau)
  • Prof. Dr. Heiner Gembris, Paderborn (Empirische Musikpädagogik)
  • Christoph Gockel-Böhner (Kommunale Kulturarbeit)
  • Christiane Jasper, Hamburg (Body-Percussion)
  • Dr. Gerd Kreusslein, München (Marketing und Selbstmanagement)
  • Prof. Dr. Clemens Kühn, Dresden (Musikalische Analyse)
  • Royston Maldoom, Berlin (Tanz)
  • Prof. Edith Metzner, Karlsruhe (Sprechen über Musik)
  • Irena Müller-Brozovic, Basel (Familienkonzerte)
  • Franziska Olbertz, Paderborn (Frankfurt)
  • Susanne Prinz, München (Jugend und Radio)
  • Prof. Dr. Christoph Richter, Berlin (Erwachsenenkonzerte)
  • Claudia Runde, Münster (Vorschulkonzerte)
  • Anne Schätz, München (Kindermusikfest)
  • Claudia Stärk (Szenische Interpretation)
  • Ariane Stern, Düsseldorf (Innovative Konzertformate)
  • Prof. Barbara Stiller, Bremen (Interaktion in Konzerten)
  • Dariusz Szymanski, Baden-Baden (Konzerteinführungen)
  • Andreas Tarkmann, Stuttgart (Komposition)
  • Eva Thalmann, Detmold (Resonanz und Emotionen)
  • Dr. Kerstin Unseld, Karlsruhe (Moderne Kommunikationsformen)

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 08.06.2010
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Taktung des MV-Studiums

Es handelt sich bei dem Studiengang um einen berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang, d.h. die Studierenden haben bereits ein künstlerisches, musikwissenschaftliches, musikpädagogisches Studium oder ein Studium des Kulturmanagements abgeschlossen und absolvieren den Studiengang parallel zu ihrer Berufstätigkeit. An neun Wochenend-Blockseminaren pro Studienjahr zwischen Oktober und Juni kommen sie zu Intensivseminaren in das historische Palais der Musikhochschule Detmold. Neben einem Team von 10 Dozenten der Musikhochschule Detmold unterrichten Gastdozenten aus anderen Universitäten und Musikhochschulen sowie Kulturverantwortliche aus der Praxis wie der Tonhalle Düsseldorf, dem Festspielhaus Baden-Baden oder dem Westdeutschen Rundfunk.
Das Studium wird als flexible Mischung aus fest terminierten Blockseminaren, eigenverantwortlichen Studien und Praktika organisiert. Das hängt auch zusammen mit der angesprochenen Adressatengruppe, deren kostbarstes Gut die ihnen zur Verfügung stehende Zeit ist. Wer sich zu einer solchen Ausbildung entschließt, ist in der Regel bereits vielfältig und in sehr verschiedenen Tätigkeitsfeldern (ob nun ehrenamtlich, freiberuflich, teilzeitbeschäftigt, selbstständig, angestellt oder verbeamtet) engagiert. Das zeigt die Erfahrung mit den vier abgeschlossenen Studienzyklen. Dieser Zielgruppe ist ein selbstorganisiertes und eigenverantwortliches Studium gemäß und wird von ihr gewünscht.

Einen Überblick über die augenblicklich angebotenen Lehrveranstaltungen erhalten Sie im digitalen Vorlesungsverzeichnis Lehre-Studium-Forschung (LSF).

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 18.06.2010
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Ihre und unsere Ziele

Der Studiengang wird seit 1998 angeboten; etwa 160 Studierende haben daran teilgenommen. Sie kommen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zu den Wochenendseminaren nach Detmold. Sie sind in Musikberufen als Künstler, als Musikwissenschaftler, als Redakteure oder als Lehrende an Schulen, Musikschulen, Musikhochschulen oder freischaffend tätig. Mit dem Masterstudium möchten sie

  • ihre eigene Konzertpraxis verändern, z.B. Moderationen anbieten
  • als Konzertpädagogen oder Leiter der Abteilungen für Musikvermittlung bei Sinfonieorchestern und anderen Kulturinstitutionen arbeiten
  • Musikschulen in neuer Weise zu einem Kulturträger mit erweitertem Aufgabenfeld ausbauen
  • der privaten Musikschule ein eigenes Profil geben
  • sich ein neues Berufsfeld suchen und dieses in Verknüpfung mit den Studienangeboten über eigene Projekte aufbauen
  • als Kulturmanager Impulse für die eigene Arbeit erhalten
  • sich als Orchestermusiker weiterbilden, um das konzertpädagogische Programm des eigenen Orchesters gestalten zu können
  • innovative eigene künstlerische Projekte managen.
Author: Joachim Thalmann | Last updated: 08.06.2010
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Voraussetzungen

Voraussetzungen für den Weiterbildungsstudiengang Musikvermittlung / Konzertpädagogik / Musikmanagement sind ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einem künstlerischen, musikpädagogischen oder musikwissenschaftlichen Studiengang, Lehramt, Kirchenmusik oder Kulturmanagement sowie eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung von mindestens einem Jahr, wobei auch berufspraktische Tätigkeiten berücksichtigt werden können, die während des Studiums abgeleistet worden sind. In Ausnahmefällen kann ein anderer, für das Studium der Musikvermittlung / Konzertpädagogik / Musikmanagement relevanter Berufsabschluss akzeptiert werden.

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 08.06.2010
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Wie geht es weiter?

Die Anmeldungen zum nächsten Einstieg in den Studiengang müssen bis zum 1. September 2010 bei der Hochschule für Musik Detmold vorliegen.
Im Einzelnen liegen die Seminarwochenenden für das laufende Studienjahr wie folgt:
29.-31. Oktober 2010
19.-21. November 2010
3.-5. Dezember 2010
21.-23. Januar 2011
4.-6. Februar 2011
8.-10. April 2011
5.-8. Mai 2011

3.-5. Juni 2011

16.-19. Juni 2011 (2. Semester)

17.-19. Juni 2011 (4. Semester)

Details zu den augenblicklich angebotenen Lehrveranstaltungen erhalten Sie im digitalen Vorlesungsverzeichnis Lehre-Studium-Forschung (LSF).

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 12.07.2010
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Einschreibung und Kontakt

Seit dem 1. April 2004 ist der Studiengang gebührenpflichtig. Die Gebühren für den nun als Master-Studiengang genehmigten Weiterbildungsstudiengang können erfragt werden bei:

  • Hochschule für Musik Detmold "cis" (Tel. 05231 975 774)
  • Auskünfte zur Konzeption und Durchführung: Prof. Dr. Janina Schaefer (Tel. 05231 3077350)
  • Anmeldung: Hochschule für Musik Detmold, Neustadt 22, 32756 Detmold, oder per EMail aldemir@hfm-detmold.de. Das Anmeldeformular können Sie hier herunterladen.

Gerne können Sie auch unsere Studierenden kontaktieren und mit ihnen einen direkten Austausch über das Studium und Leben als Musikstudent in Detmold führen. Unter der Internetadresse www.studivz.net können Sie unter Hochschule für Musik Detmold Studierende aus allen Fachbereichen antreffen und anschreiben.

Sie sind herzlich eingeladen, unsere Hochschule in Detmold zu besichtigen und sich ein eigenes Bild von der Atmosphäre des Hochschulbetriebs zu schaffen. Wenn Sie uns besuchen möchten oder zur Eignungsprüfung eingeladen sind, finden Sie hier einen Lageplan der Hochschulgebäude und hier Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort.

Author: Joachim Thalmann | Last updated: 23.08.2010
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